
Diese Seite ist ein Spielplatz für Geschichten.
Du brauchst keine Technik, nur Neugier.
Wenn du Drachen willst – nimm Drachen.
Wenn du Action willst – schreib Action.
Spiele mit Worten.
Folge Impulsen.
Lass deine Fantasie frei werden.
Es gibt viele Menschen, die behaupten, sie hätten keine Fantasie. Aber unser Kopf baut täglich Szenarien, die nicht der Realität entsprechen. Sorgen sind Fantasie. Bei Erinnerungen vermischen sich Realität und Fiktion. Träume gaukeln uns etwas vor, was nicht real ist. Unser Gehirn ist kreativ, ohne dass wir es merken.
Die Fantasie-Experimente auf dieser Seite sind der Boden, aus dem Geschichten wachsen können. Sie sind der Anfang, sich seiner Fantasie bewusst zu werden. Daraus können später Szenen, Helden, Drachen und ganze Welten entstehen.
Fantasie beginnt oft dort, wo wir Dingen mehr zutrauen, als sie scheinbar sind.
Die NASA führte vor einiger Zeit einen Test zur divergenten Kreativität (George Land & Beth Jarman) durch. Dabei wurden Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit demselben Kreativitätstest geprüft. Es zeigte sich Folgendes:
4–5-Jährige: ca. 98 % erreichen „genius level“ Kreativität
10-Jährige: ca. 30 % bleiben auf diesem Level
15-Jährige: ca. 12 %
Erwachsene: weniger als 2 % erreichen diesen „genius“-Level in divergenter Kreativität.
Diese Zahlen zeigen, dass wir alle mit viel Fantasie geboren werden, doch durch Sozialisation, Schule und Anpassungsdruck wird sie stark reduziert.
Was weiß dieser Ort?
Der Raum, in dem du gerade bist, hat Dinge erlebt.
Was weiß er über dich,
was andere nicht wissen?
Das Objekt will etwas
Wähle einen Gegenstand. Stell dir vor, er will etwas von dir.
Was ist es – und warum gerade jetzt?
Die Reise
Nimm etwas Alltägliches.
Verfolge seinen Weg rückwärts.
Wie viele Hände, Orte, Entscheidungen waren nötig,
damit es jetzt hier ist?
Vorher/Nachher
Dieser Moment ist nicht zufällig. Was ist kurz davor passiert? Und was wird gleich danach passieren – auch wenn niemand hinsieht?
Gehen wir einen Schritt weiter. Denken wir in Geschichten. In den nächsten Experimenten zeige ich dir mehrere Bilder. Dazu stelle ich dir eine einzige Frage. Jede Antwort ist richtig. Es gibt keine falsche und auch keine vorgegebene Lösung. Alles zählt.
Fantasie passiert nämlich oft automatisch, weil dein Gehirn Lücken schließen will. Und Fantasie ist niemals schlecht oder falsch. Sie ist einfach Fantasie.

Was sagt der Mann zu dem Roboter?

Warum rast der Wagen so schnell davon?

Was für ein Mensch sitzt an diesem Schreibtisch? Woran arbeitet er?

In welcher Welt lebt dieser Mann? Was ist seine Aufgabe?
Gehen wir noch einen Schritt weiter. In den nächsten Spielen erfinden wir gemeinsam kleine Geschichten.
Es sind Experimente, die deine Fantasie schon viel mehr herausfordern, weil sie komplette Handlungen im Kopf erzeugen. Es ist kein Wissen über Plot oder Handlungsaufbau bzw. Dramaturgie von Geschichten nötig. Es sind einfach nur Storys. Was du daraus machst, bleibt völlig dir überlassen.
Spiel 1: Das Objekt eskaliert
Nimm einen Gegenstand neben dir. Stell dir vor, er ist nicht harmlos, sondern hat ein verborgenes Potenzial.
Was passiert, wenn er heute aktiviert wird? Ist er ein Sender? Ein Schlüssel? Ein Wesen? Eine Waffe? Ein Portal?
Level 2:
Wer wusste davon – außer dir?
Spiel 2: Die 3-Versionen-Challenge
Nimm ein simples Szenario:
Eine Person bekommt einen Schlüssel. Wofür ist er? Was macht sie damit?
Schreib oder denke es in:
* Fantasy-Version
* Thriller-Version
* Komödien-Version
Merkst du die Unterschiede in Spannung und Atmosphäre? Manchmal kann eine Idee verschiedene Geschichten auslösen.
Spiel 3: Der Drachen-Test
Lass dich auf eine Welt voller mystischer Kreaturen ein. Stell dir vor, ein Drache taucht auf – aber er braucht Hilfe.
Warum? Ist er verletzt? Wird er verfolgt? Wurde er verbannt? Verwandelt?
Level 2:
Was gibt er dir als Gegenleistung?
Spiel 4: Die verbotene Information
So kann ein Thriller beginnen. Deine Figur erfährt etwas, das sie nicht hätte wissen dürfen.
Was ist es? Ein Name? Ein Datum? Eine Lüge? Eine Wahrheit?
Level 2:
Wer merkt, dass sie es weiß? Und ist das gut oder schlecht? Warum?
In den meisten Schreibratgebern für Autoren gibt es einen Tipp, wie man zu großartigen Ideen für Romane kommt. Und ehrlich gesagt, viele Autoren gehen genau so vor. Dieser Tipp lautet: Stell die „Was wäre wenn“-Frage.
Was wäre, wenn niemand mehr lügen könnte?
Was wäre, wenn alle Träume öffentlich sichtbar wären?
Was wäre, wenn Gegenstände Gefühle hätten?
Was wäre, wenn ein Vater nach Hause käme und seine Kinder wären verschwunden?
Oder umgedreht: Was wäre, wenn ein kleiner Junge nach Hause käme und die Eltern wären verschwunden?
So entstehen oft die besten Geschichten. Frag dich das, so oft du kannst. Du wirst sehen, die Realität wird auf einmal sehr viel spannender. Und die Räume in deinem Kopf größer.
Wenn du Lust hast, deine Fantasie spielen zu lassen, ohne gleich zum Schriftsteller zu werden, kannst du einen Krimi selbst erfinden. Fast alle Menschen lieben Krimis. Und ich behaupte sogar, jeder kann einen Krimi erfinden. Ist doch so, oder? Der Trick dabei ist, nicht der Ermittler zu sein, sondern zuerst in die Haut des Bösewichts schlüpfen.

Stell dir vor, was passiert, wenn aus diesen Spielmomenten echte Geschichten werden wollen. Wenn Drachen einfach bleiben. Wenn Schlüssel geheime Türen öffnen. Wenn Figuren Entscheidungen treffen möchten.
Deine Fantasie hat keine Grenzen.
Wenn du willst, zeige ich dir in den nächsten Bereichen, wie in deinem Kopf ganze Welten entstehen. Denn Fantasie ist der Anfang. Komplette Geschichten entstehen, wenn man lernt, sie zu formen.
Wenn du deine Ideen in Szenen verwandeln möchtest, Szenen in Kapitel und Kapitel in ein Buch, findest du hier die nächsten Schritte.
Für diejenigen, die Lust bekommen haben, einen kompletten Roman zu schreiben. Hier gibt es Hilfe und Anleitungen.
Für junge Schöpfer (oder junggebliebene), die Lust haben, sich auszuprobieren.
HIer findest du Anregungen für persönliche Texte, Schreibimpulse oder Tipps für Kurzgeschichten. Einfach nur für dich.

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